Es ist alles aussichtlos

Ich sollte ein Buch darüber schreiben, wie man trotz guter Voraussetzung sein Leben vermasseln kann. Praktisch jeden Tag entscheide ich mich für die falsche Seite. Die, die unaufhörlich weiterspielt und so langsam aber stetig mein Leben ruiniert.

Ich habe gerade gemerkt, dass es mir im Prinzip dauernd schlecht geht, auch wenn sich das nicht immer so anfühlt. Entweder es geht mir beschissen, weil ich nach längerer Spieldauer einen so grossen Verlust einfahre, dass ich einmal mehr beschliesse: so kann es nicht weitergehen. Die ersten Tage der Abstinenz sind grau. Wut, Trauer und Ratlosigkeit geben sich die Hand. Selbst in einer Phase in der es mir gut geht, geht es mir im Prinzip scheisse, denn dann täuscht mich die Spielsucht über mein Drecksleben hinweg. Wie ein Drogensüchtiger, der auf Droge ist. Ich kann also wählen zwischen verschissen und eigentlich beschissen aber übertünkt. Zweiteres wird mir spätestens nach der Pensionierung den Kopf kosten, wenn ich aufgrund einer jahrzehntenlangen Spielsucht zuwenig fürs Alter gespart habe. Na das sind ja einmal schöne Aussichten.

Ich würde es gerne mit jemandem teilen, wäre froh wenn jemand wirklich wüsste wie es mir geht. Jemand der hinter die Maske schauen könnte ohne zu urteilen. Nur leider bin ich mein schärfster Richter und solange ich den Schein waren kann, ist es nicht wirklich real. Ich weiss wie unsinnig das klingt, aber es beschreibt gut was in mir vorgeht.

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