Tag 10 – Hopp IK Sirius!

Allgemeines Befinden: 4/10, Craving: 6/10, Problembewusstsein: 8/10

Heute Morgen fühlt sich alles ein wenig anders an. Ich bin froh um diesen Blog, heute ganz besonders. Ausgelöst von einem gestrigen Zeitungsbericht, Diskussionen über Whatsapp meiner Kollegen und vermutlich der verstrichenen Zeit seit dem letzten Mal ist heute der Druck wieder stärker. Heute Abend steht ein Champions League Spiel mit Schweizer Beteiligung an. Unter den gewohnten Umständen würde ich mich jetzt intensiv damit auseinandersetzen bis ich dann irgendwann die fixe Idee hätte „zu wissen“ wer gewinnt oder wie viele Tore geschossen werden etc. Das entbehrt jeglicher Logik, macht aber irgendwie Spass. Es kreeiert eine Spannung, die sich langsam steigert bis das Spiel beginnt und dann in Sieg oder Niederlage resultiert. In Glück gehabt oder nicht. Vielleicht ist das ansatzweise verständlich für jemanden der eine Mannschaft leidenschaftlich unterstützt und diese Emotionen kennt.

Die Krux liegt darin, dass über das eingesetzte Geld eine durchaus wünschenswerte Emotion verschoben wird in Wettkämpfe, die einem normalerweise völlig am Arsch vorbeigehen würden. Was interessiert es mich ob eine schwedische Mannschaft namens IK Sirius gegen eine andere namens KK Kalmar gewinnt? Sehr viel. Sehr viel, wenn ich mich vorher eingelesen habe in deren aktuelle Verfassung, getätigte Transfers usw. Alles Informationen die dank Internet leicht zugänglich sind und in einschlägigen Foren diskutiert werden. Und plötzlich ist da eine Art Leidenschaft. Ein Flämmchen, ausgelöst über Geldeinsatz, Zeiteinsatz und dem Wunsch ein bisschen gescheiter zu sein als der Buchmacher, der eigentlich über lange Zeit sowieso immer gewinnt und den man deshalb irgendwie verabscheut.

Ist es gefährlich sich wieder an diese Emotionen zu erinnern? Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch utopisch diese aus meinem Leben verbannen zu wollen. Ich kann den Zugang zu diesen Seiten sperren aber mit den Emotionen und Erinnerungen muss ich lernen umzugehen. Deshalb werde ich heute wie ein trockener Ex-Trinker in einer Bar den Fussballmatch verfolgen und das ohne darauf gesetzt zu haben und hoffe, dass ich es trotzdem ein wenig geniessen kann. Hopp YB!

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